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Der Ingenieurpreis 2010 ist am Dienstag in Magdeburg vergeben worden. Der mit 3000 Euro dotierte erste Preis ging an den Geschäftsführer der Magdeburger Lagotec GmbH, Daniel Goll, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Damit wurde die Entwicklung eines neuartigen Sensors gewürdigt, um kontinuierlich Ablagerungen in Rohren und Behältern überwachen und damit den Wirkungsgrad von Kraftwerken erhöhen zu können.
Den mit 2000 Euro dotierten Nachwuchspreis erhielt Juri Köppen. Der Student der Hochschule Magdeburg-Stendal entwickelte ein multifunktionales Fensterabdecksystem, das verschiedene Anforderungen wie Wärmeschutz, Tageslicht und Solarenergie vereint. Der Wettbewerb um den Ingenieurpreis stand in diesem Jahr unter dem Motto «Innovative Entwicklung und Vorhaben zur Verbesserung des Klimaschutzes». Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) sagte laut vorab veröffentlichtem Redetext: «Zwar haben wir derzeit noch keinen flächendeckenden Fachkräftemangel im Bereich der Ingenieurwissenschaften. Dennoch müssen wir mit Blick auf den demografischen Wandel das im Land existierende Potenzial an Ingenieuren noch stärker nutzen.» Als positiv bezeichnete er den deutlichen Anstieg der Studenten in ingenieurwissenschaftlichen Fächern seit dem Jahr 2000 um rund 75 Prozent. Allerdings verlasse jeder zweite Absolvent nach dem Studium Sachsen-Anhalt. Zudem pendelten derzeit 4000 Ingenieure in andere Bundesländer. «Hier ist die heimische Wirtschaft gefragt.» Magdeburg (ddp-lsa) 02.02.10 |

